Schöne Taschen fürs Geld

Bewohner*innen der „Laurentiushöhe“ fertigen Geldbörsen

Die Anlieferung einer Couch der Firma C. Flasche aus Rehlingen in die „Laurentiushöhe“ war sozusagen die Initialzündung zu dem Projekt von einer Kreativgruppe der Einrichtung. Denn Gruppenleiter Holger Maximini kam dadurch auf eine tolle Idee: Aus Lederresten lassen sich doch mit Sicherheit noch schöne Sachen herstellen. Und auf die Idee folgte direkt die Umsetzung. Ein Anruf bei Herrn Schiefers von der Möbelfirma führte dazu, dass umgehend zwei Säcke mit Lederresten dort abgeholt werden konnten. Daraus sollten dann Geldbörsen hergestellt werden, denn oft ist eine stabile Aufbewahrungstasche für Geldkarten und Kleingeld Mangelware. Die Produktion aus Resten kann und soll dann zusätzlich dem Gedanken der Reste-Verwertung und insofern der Nachhaltigkeit Rechnung tragen.

Die Umsetzung erfolgte folgendermaßen: Gruppenleiter Maximini fertigte Schablonen an, mit deren Hilfe der Zuschnitt des Leders verständlich und somit leicht umsetzbar war. Die Endfertigung bedarf anschließend nur noch einer Faltung und darauffolgenden Vernietung. Der Zuschnitt und die Weiterverarbeitung liegen dabei in unterschiedlichen Händen, so dass Teamwork gefragt war. Bei beiden Arbeitsschritten geht es jedenfalls seitens der Bearbeiter*innen um (Förderung der) Fingerfertigkeit, um Hand-Augen-Koordination sowie um die geflissentliche Beachtung und Umsetzung von Präzision.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: entstanden ist bislang schon eine bunte Vielfalt an Geldbörsen, die insbesondere „auf das Konto“ von zwei Bewohnern gehen: Frank Augustin sowie Swen Wolter. Die beiden arbeiten dabei durchweg selbständig, das heißt: ohne besondere Assistenz des Gruppenleiters. Falls die Börsen nach und nach noch zu „Bestsellern“ werden, ist eine Erweiterung der Produktion auf noch mehr Bewohner*innen geplant. Denn anvisiert wird eine Zusammenarbeit mit der Möbelfirma, in welcher Form auch immer: zum Beispiel, dass die Börsen zu Give-Aways beim (Ver)-Kauf von Ledermöbeln werden.

Aber ob Verkaufsschlager oder auch nicht: durch die Herstellung der Börsen werden auf jeden Fall die handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Herstellenden gefördert. Und durch die schnelle Herstellbarkeit liefern sie auch ein schnelles Erfolgserlebnis. Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass die Leder-Portemonnaies „made in Laurentiushöhe“ einen guten Absatzmarkt findet.

 

 

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